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Kreislossprechungsfeier am 26.09.2011

Am 26.09.2011 fand die Lossprechungsfeier für die Absolventen/innen der Sommer-Gesellen- und –Abschlussprüfung 2011 im Bürgerzentrum in Waiblingen statt.
Insgesamt 336 junge Gesellinnen und Gesellen konnte KHM Roland Wöhr von den Bindungen ihrer Lehrverhältnisse freisprechen.  


     
                

81 Prüflinge erhielten aufgrund ihrer jeweils guten Leistungen in Fertigkeits- und Kenntnisprüfung Preise der Innungen, Kreishandwerkerschaft, der Innungskrankenkasse sowie der Kreissparkasse Waiblingen. 


       
 

 

Nach einführenden Worten durch den frischgebackenen Zimmerergesellen Johannes Ricker aus Urbach sowie der Begrüßung durch den Vorstandskollegen der KHS Rems-Murr Herrn stv. Kreishandwerksmeister Herbert Titze, der unter den Gästen auch zahlreiche Vertreter der Politik - so die Mitglieder des Landtags Herrn Prof. Dr. Ulrich Goll, Herrn Willi Halder, Herrn Jochen Haußmann, Herrn Wilfried Klenk MdL und Herrn Matthias Pröfrock - ,der Wirtschaft und Behörden willkommen heißen konnte und der die jungen Fachkräfte des Handwerks als Hoffnungsträger für unser Land, unsere Wirtschaft und Gesellschaft bezeichnete und sie zur Leistungsbereitschaft und ständigen Weiterbildung anspornte, kam auch in den Grußworten von Herrn Landrat Johannes Fuchs und Herrn Erster Bürgermeister Martin Staab die große gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Handwerks zum Ausdruck, sowohl auf kommunaler wie auch auf Landes- und Bundesebene.

 

       

 

 

 

 

Die Überleitung zum Geleitwort und zur Lossprechungsfeier durch Herrn KHM Wöhr übernahm Herr Kevin Feist, Glasergeselle aus Waiblingen.

 

 

       

 

Im Rahmen seines Geleitwortes ging auch KHM Roland Wöhr auf die Bedeutung, den Stellenwert und den Ruf unseres Handwerks in Gesellschaft und Öffentlichkeit ein und gab den jungen Fachkräften mit auf den Weg, dass Sie selbstbewußt und stolz auf ihr Handwerk verweisen können.

KHM Roland Wöhr führte aus:
"Liebe Junggesellinnen und Junggesellen, heute ist für Sie ein großer Tag. Der Tag der Lossprechung und Erhebung in den Gesellenstand.

Und wie Viele andere auch, habe ich mir überlegt, was ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte. Die Antwort habe ich auf dem Album „12“ von Herbert Grönemeyer gefunden. Das folgende Lied hat er für seine Kinder geschrieben, als diese erwachsen wurden und begannen ihre eigenen Wege zu gehen:

„Zieh deinen Weg
Folge deinen eigenen Regeln
Zieh deinen Weg
Keine Angst vor Richtig und Falsch
Wer die Wahrheit kennt
Ist niemals überlegen
Vertritt deinen Punkt
Aber zeug immer von Respekt“

Nach bestandener Abschlussprüfung und sicher einigen schlaflosen Nächten erhalten Sie heute Ihren lang ersehnten Gesellenbrief. Sie schlagen damit nun das nächste Kapitel in Ihrem Leben auf und ziehen Ihre eigenen Wege. Sie werden Entscheidungen zu treffen haben, beim Kunden und im Betrieb und dabei ab und zu vermutlich Angst haben, die falsche Wahl zu treffen.
Aber diese Angst gehört dazu und sollte Sie nicht einschüchtern, sondern mutig machen. Auch falsche Entscheidungen gehören zum Leben und manchmal bringt uns eine scheinbar falsche Entscheidung weiter und eröffnet ungeahnte Wege.

Als Lehrlinge hatten Sie Gesellen und Meister, die Ihnen viel beigebracht haben, aber auch das Sagen hatten. Nun liegt es an Ihnen, Ihre Meinung zu äußern und zu vertreten, um den richtigen Lösungsweg zu finden. So können alle voneinander lernen. Und das fällt den „alten Hasen“ umso leichter, wenn sie merken, dass mitgedacht wird und dass ein gegenseitiger Respekt besteht zwischen „Alteingesessenen“ und „Frischlingen“.

„Wissensmanagement“ nennt man das heutzutage. Wissen spielt eine ganz wichtige Rolle für den Erfolg eines Unternehmens, gerade vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung und des damit einhergehenden Fachkräftemangels. Generationsübergreifendes Wissensmanagement dient dazu, die Ressourcen älterer und jüngerer Mitarbeiter zu nutzen.
Im Handwerk haben sich die Mitarbeiter schon immer ihr Fachwissen ausgetauscht. Heute bei steigendem Niveau der handwerklichen Tätigkeiten wird es aber immer wichtiger, das Fachwissen Jüngerer effektiv mit den ebenso wichtigen Erfahrungen der Älteren zu kombinieren. In der Praxis bedeutet das: Wenn der ältere Kollege bezüglich moderner Technologien nicht ganz auf dem neuesten Stand ist, sollte er das ruhig zugeben und seinen jüngeren Kollegen um Hilfe bitten. Im Gegenzug sollte er Jüngeren gegenüber offen über Dinge sprechen, die in seiner langen Berufstätigkeit erfahren hat, die diese aber nicht wissen können, weil sie nicht zum „Lernstoff „ in der Schule gehören. Wenn dies so gelingt, dann haben wir ein unschlagbares Team in unserem Betrieb.

Von ganz allein werden unsere jungen Fachkräfte bald merken, dass es schön ist, mehr hinzuzulernen, wenn Mann oder Frau selbst den Wunsch danach hat. Lernen ohne Druck durch Ausbilder, Eltern oder Lehrer macht dann auf einmal Spaß. Und so hoffe ich, werden einige von Ihnen als nächsten gewaltigen Schritt die Meisterprüfung machen oder sich für eine andere berufsbezogene Fortbildung entscheiden. Die Handwerkskammer Region Stuttgart, die Kreishandwerkerschaft Rems-Murr und die Innungen beraten Sie gerne, greifen Sie nach den Sternen.

Eine weitere Bitte habe ich noch an Sie: engagieren Sie sich im Ehrenamt.
Das öffnet Ihnen weitere Türen im Leben. Oder vielleicht können Sie sich vorstellen, in einer Prüfungskommission mitzuarbeiten, dann fragen Sie einfach Ihren Chef oder bei der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr nach.
Und dann hätte ich noch ein interessantes Angebot für Sie. Wie wäre es, wenn Sie für 3 Monate in Italien arbeiten könnten, genauer gesagt in der alten Etruskerstadt Volterra in der Toscana. Eine herrlich liebenswerte Stadt mit vielen netten, hilfsbereiten Einwohnern. Es ist das Projekt Leonardo da Vinci, das die Handwerkskammer Region Stuttgart anbietet.
Sollten Sie Interesse haben, gehen Sie ins Internet unter leonardo@hwk-stuttgart.de.  Die Adresse werden wir am Schluss der Veranstaltung nochmals einblenden.

Bedanken möchte ich mich jetzt noch bei allen, die diese Feierstunde heute überhaupt ermöglicht haben:
• bei den beruflichen Schulen mit ihren Lehrkräften,
• den Prüfern,
• den Betrieben für Ihre Ausbildungsbereitschaft
• und unseren Innungen.

Aber nun Schluss mit den Ratschlägen und guten Worten, davon haben Sie heute schon genügend gehört. In dem Wort Lossprechungsfeier steckt ja auch die Silbe „LOS“.
Daher sage ich abschließend: LOS! – Feiern Sie heute Ihren Erfolg."

                 
Die Dankesworte der losgesprochenen Gesellinnen und Gesellen sprach die frischgebackene Bäckergesellin Tímea Mogyorosí aus Althütte, die auch zusammen mit Carina Sigle aus Weinstadt, Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Bäckerei, als Prüfungsbeste mit dem Otto-Frey-Preis besonders gewürdigt wurde. Im Rahmen ihrer Ausführungen dankte sie den Ausbildungsbetrieben und allen für die Ausbildung verantwortlichen Meistern/innen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben sowie den Lehrkräften an den beruflichen Schulen für ihr Engagement und erfolgreiches Wirken. Ebenso galt ihr Dank den Mitgliedern der Gesellen- und Abschlussprüfungsausschüsse für die objektive und sachliche Bewertung der gezeigten Prüfungsleistungen. Auch sie gab ihrer Überzeugung Ausdruck, dass mit der abgeschlossenen Ausbildung ein solides Fundament für eine erfolgreiche Berufslaufbahn gelegt wurde und es an jedem/r einzelnen liegt, auf dieser Grundlage seine Lebens- und Karriereplanung optimal aufzubauen und zu entwickeln.

Zum ersten Mal standen mit Frau Magyorosí und Frau Sigle zwei Otto-Frey-Preisträgerinnen auf der Bühne, da die jungen Kolleginnen ihre Prüfung mit dem gleichen guten Ergebnis abgeschlossen haben.
  
Im Rahmen seines Schlusswortes bescheinigte Herr GF Joachim Rapp den jungen Fachkräften des Handwerks, dass sie damit zu Deutschlands vielseitigstem und starkem Wirtschafts-
bereich gehören, der mit Recht von sich behaupten kann: Ohne uns läuft nichts!
Er dankte auch den jungen Sängerinnen des ConTrast Showchores für die mitreißenden
Darbietungen im Mittelpunkt der Feier. 

   

 
      
   

 

                         
Otto-Frey-Preis

Bei der Kreislossprechungsfeier am 26.09.2011 in Waiblingen konnte wiederum der Otto-Frey-Preis der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr für den/die beste/n Prüfungsabsolventen/in ihrer Innungen im Rahmen der Kreislossprechungsfeier überreicht werden. Mit diesem Preis ehrt die Kreishandwerkerschaft Rems-Murr im Gedenken ihren ehemaligen langjährigen Kreishandwerksmeister Otto Frey.
Erstmals standen zwei junge Absolventinnen der Sommer-Prüfung 2011 aufgrund ihrer gleich guten Prüfungsleistungen auf der Bühne. Die Auszeichnung erhielen Frau Tímea Mogyorosí aus Althütte und Frau Carina Sigle aus Weinstadt aus der Hand von Herrn Kreishandwerksmeister Roland Wöhr. Frau Mogyorosí hat ihre Ausbildung zur Bäckerin bei der Bäckerei Bernhard Büchler in Backnang absolviert und Frau Sigle lernte ihren Beruf der Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Scherpunkt Bäckerei bei der Bäckerei Gerhard Weller in Weinstadt.

 

 

Goldene Meisterbriefe

Im Rahmen der Kreislossprechungsfeier am 26.09.2011 in Schorndorf konnten auch fünf
Goldene Meisterbriefe der Handwerkskammer Region Stuttgart sowie die Handwerksmedaille in Gold der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr für das 50-jährige Meisterjubiläum durch Herrn Präsident Rainer Reichhold und Herrn Kreishandwerksmeister Roland Wöhr überreicht werden.                                 
Diese besondere Ehrung wurde folgenden Kollegen zuteil:

Wolfgang Bährle             Egon Lahr
Schreinermeister            Fleischermeister
70734 Fellbach              74405 Gaildorf
 
Dieter Hahn                    Kurt Schweiker
Schreinermeister            Stuckateurmeister
71394 Kernen i.R.           71384 Weinstadt
 
Siegfried Hutt
Stuckateurmeister
73650 Winterbach

  


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