F.A.I.R. - Fachkräfteallianz im Rems-Murr-Kreis

Für die Kreishandwerkerschaft Rems-Murr und unser Handwerk ist es Aufgabe und Verpflichtung, aktiv an den Zielen und Maßnahmen, die mit der Fachkräfteallianz im Rems-Murr-Kreis F.A.I.R. verbunden sind, mitzuarbeiten, im Interesse unserer Bevölkerung, insbesondere der jungen Menschen, sowie unserer Unternehmen und damit unserer gesamten Gesellschaft bestehende Maßnahmen und Projekte konzertiert zu vermitteln und damit noch effizienter zu erfüllen sowie gemeinsame Kooperationsprojekte zu erarbeiten und umzusetzen.
Das Ziel von FAIR ist es, Entwicklungen zu beeinflussen. Aktionen und Kampagnen sollen entwickelt und es soll auch auf bestehende Maßnahmen aufmerksam gemacht werden, die vielleicht nicht so bekannt sind. Kurzum, die Sicherung des Fachkräfteangebots im Rems-Murr-Kreis soll gefördert und gefordert werden.

F.A.I.R. Fachkräfteallianz im Rems-Murr Kreis:
- eine Allianz für Ausbildung und gegen Fachkräftemangel
- Bündelung der Kräfte der an der Ausbildung Beteiligten
- Informationsdefizite abbauen, insbes. über gewerblich-technische Ausbildungsberufe
- damit auch Ausbildungsabbrüche verhindern
- entsprechende Aktionen, Veranstaltungen und Events planen und umsetzen, 
  
auch mit weiteren Partnern
WIR PACKEN'S AN - F.A.I.R - Allianz für Ausbildung und gegen Fachkräftemangel

Veranstaltungen von F.A.I.R.

Wichtige Informationen: Leitfaden ASYL

Weitere Infos auch über facebook.

Entstehung und Gründung von F.A.I.R.

Ein sehr bewegtes Jahr neigt sich zu Ende. Die Wirtschaftslage und Auslastung unserer handwerklichen Unternehmen kann im Durchschnitt als sehr gut bezeichnet werden und wir hoffen, dass sich dieser Trend auch über den kommenden Winter hinweg im neuen Jahr 2013 fortsetzen wird.

Als zunehmend kritisch und problematisch zeichnet sich auch für unsere Handwerksbetriebe der Mangel an qualifizierten, kompetenten und motivierten Fachkräften ab. Die positive konjunkturelle Entwicklung mit steigender Nachfrage zum einen und zum anderen die demographische Entwicklung und die immer höheren Anforderungen des Marktes/der Auftraggeber/Kunden an die Werk- und Dienstleistungen unserer Betriebe führen dazu, dass immer mehr Unternehmen bei ihrer Leistungserbringung mit personellen Engpässen zu rechnen haben.

Leider sind die vielseitigen, vielfältigen und sehr interessanten Ausbildungsmöglichkeiten, welche das Handwerk bietet, vielfach nicht bekannt. Ebenso ist der Öffentlichkeit – und damit auch (zu) vielen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern – nicht bekannt, welche guten beruflichen Perspektiven im Handwerk geboten sind.

Daher gehört unsere Kreishandwerkerschaft Rems-Murr zu den vier Projektträgern von F.A.I.R., der Fachkräfteallianz im Rems-Murr-Kreis, die am 26.11.2012 mit der Unterzeichnung der schriftlichen Vereinbarung durch die Partner – neben der Kreishandwerkerschaft die IHK-Bezirkskammer Rems-Murr, die Bezirksgruppe Rems-Murr von Südwestmetall sowie die Agentur für Arbeit Waiblingen – offiziell gegründet wurde. An diesem Tag erfolgte auch die Freischaltung dieses Projektes in facebook durch die Vertreter der Projektträger: Präsident Claus Paal MdL und Ltd. GF Hans-Martin Gayer (IHK Bezirkskammer Rems-Murr), Kreishandwerksmeister Herbert Hofmaier und GF Joachim Rapp (Kreishandwerkerschaft Rems-Murr), GF Michael Kempter (Südwestmetall Bezirksgruppe Rems-Murr) und Geschäftsführer Jürgen Kurz (Agentur für Arbeit Waiblingen).

    

 (v.l.n.r.: Claus Paal MdL, Joachim Rapp, Herbert Hofmaier,               (v.l.n.r.: Joachim Rapp, Herbert Hofmaier, Claus Paal MdL,
  Hans-Martin Gayer, Jürgen Kurz, Michael Kempter)                          Hans-Martin Gayer, Jürgen Kurz, Michael Kempter)

Wichtig ist es den Projektträgern gemeinsam Lösungen zu finden. FAIR versteht sich als offene Initiative im Interesse der Wirtschaft und der Bürger im Rems-Murr-Kreis. Deshalb werden wir in nächster Zeit weitere Kooperationspartner im Bereich der Unternehmen und Institutionen ansprechen. Wir freuen uns über jede Unterstützung und über gute Ideen.

Um was geht es konkret:

Insgesamt haben wir acht Aktionsfelder definiert, die wir als Ansatzpunkte sehen. Die Vereinbarung liegt Ihnen vor, ich will sie aber kurz nennen:

• Mit an erster Stelle steht für die Wirtschaft und die Kammern die berufliche Ausbildung. Das Ziel der Landesregierung, jeder zweite Absolvent sollte ein Studium beginnen, sehen wir als sehr kritisch an. Zum Thema Bedeutung der Ausbildung wird Herr Kreishandwerksmeister Hofmaier gleich etwas sagen.
• Zum zweiten ist die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft ein Thema. Da muss zum Beispiel die Verbesserung der Ausbildungsreife mit den Schulen abgestimmt werden, da hier von Seiten der Unternehmen immer wieder Defizite gemeldet werden.
• Drittens wollen wir die berufliche Weiterbildung in den Fokus nehmen. Die beruflichen Anforderungen an die Mitarbeiter ändern sich ständig. Eine bessere Anpassungsfähigkeit der Belegschaften ist deshalb heutzutage unabdingbar. Nur eine gezielte Förderung und Weiterbildung kann dem effizient begegnen. Auch dazu wird Herr Hofmaier gleich noch etwas sagen.
• Ein anderer Punkt sind Fördermaßnahmen, um das Beschäftigungsniveau älterer Mitarbeiter zu unterstützen. Sie sind ein wichtiger Teil der Belegschaft. Ihr Potenzial muss erhalten und aktuell gehalten werden.
• Was noch? Wir müssen auf Mangelberufe aufmerksam machen. Gezielte Maßnahmen und Infokampagnen sollen die Lücken schließen und Interessenten anlocken.
• Die Vollzeitbeschäftigung muss erhöht werden. Dabei wollen wir besonders die bessere Eingliederung von Frauen anstreben.
• Dazu wiederum gehört auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Wir müssen es schaffen, mehr Frauen im Beruf zu halten, ohne dass dafür die Familienplanung eingeschränkt wird. Wir fördern und unterstützen effiziente Maßnahmen in diesem Bereich.
• Wir können und wollen nicht auf unsere Migranten und Fachkräfte aus dem Ausland verzichten. Eine bessere Integration dieser ist für uns ein großer Gewinn und muss vehement vorangetrieben werden.

KHM Herbert Hofmaier betonte im Rahmen der offiziellen Auftaktveranstaltung, dass die existenzielle Grundlage unserer Ausbildung die „Duale Ausbildung“ ist und bleibt:
das gemeinsame Miteinander von Betrieb und Schule, von Praxis und Theorie.
Wir wollen und werden an diesem erfolgreichen System der qualifizierten Ausbildung, das eine hohe internationale Anerkennung genießt, festhalten. Dabei ist es allerdings auch unabdingbar, dass diese Ausbildung in Theorie und Praxis auch stets an die Veränderungen des Marktes, der Fertigungsverfahren und des Wissens/der Wissenschaft sowie an gesellschaftspolitische Veränderungen angepasst wird.

Navigation