Verabschiedung des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr und ihrer Innungen

   

Die Referenz an das Handwerk im Rems-Murr-Kreis wurde durch die große Zahl der Gäste bei der Verabschiedung von Joachim Rapp als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr und ihrer Innungen am 17.07.2014 im Welfensaal des Bürgerzentrum Waiblingen besonders zum Ausdruck gebracht.

Joachim Rapp, der langjährige Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, geht zum 1. August 2014 in den Ruhestand.
 
Nach nahezu 33-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft wurde am 17.07.2014 Joachim Rapp aus Weissach im Tal in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger Jochen Alber in sein Amt eingeführt.
Viele Vertreter des Handwerks und dessen Netzwerkpartner sowie zahlreiche Wegbegleiter von Rapp, alles in allem rund 280 Gäste, waren der Einladung des Vorstands ins Bürgerzentrum Waiblingen gefolgt, um den altersbedingt ausscheidenden Geschäftsführer zu verabschieden.

KHM Herbert Hofmaier nannte die besonderen Akzente in Rapps Tätigkeit: Der Zusammenschluss von Innungen und die damit einhergehende Reduzierung von 39 auf 17, der Bau des Hauses des Handwerks in Waiblingen, die Waiblinger Umwelttage - von Rapp mit der Stadt Waiblingen schon Mitte der 1990-er Jahre zum Thema des Einsatzes von regenerativen Energie ins Leben gerufen -,  die Ausbildungsmesse Fokus Beruf sowie zahlreiche Lossprechungsfeiern und, und, und....
Diese Tätigkeit war nur in einem sehr eng geknüften und gepflegten handwerkspolitischen Netzwerk möglich und erforderte und ein enormes Pensum an Abendterminen.

 
Zusammen mit seinem Stellvertreter Herbert Titze ernannte KHM Herbert Hofmaier Joachim Rapp zum Ehrengeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Landrat Johannes Fuchs lobte in seinem Grußwort GF Joachim Rapp, den Handwerker der Herzen in unserem Landkreis, als verlässlichen und fairen Partner, dem es stets ein Anliegen war, die Menschen mitzunehmen. Neben dem gemeinsamen Flaggschiff, der Messe Fokus Beruf, verwies er auf eine private Gemeinsamkeit: die Leidenschaft fürs Motorradfahren.

 



Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, bezeichnete die Fusionen der Innungen im Rems-Murr-Kreis als hervorragend gelungen und betonte den Stellenwert des Ehrenamtes in den Selbstverwaltungen des Handwerks. Mit den Worten Auf Sie war immer Verlass, Sie sind ein Ehrenmann verlieh er Rapp die Ehrenplakette der Handwerkskammer.

Auf die lange Tradition, die die Volks- und Raiffeisenbanken mit dem Handwerk verbindet, verwies Hans Rudolf Zeisl, Vorsitzender der Kreisvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis.


 Claus Paal, Präsident der IHK Bezirkskammer Rems-Murr, erinnerte sich in seinem Grußwort an einen Abend vor zwei Jahren, an dem er während der Übertragung eines EM-Fußballspiels zusammen mit Rapp und anderen Partnern die Fachkräfte-Allianz im Rems-Murr-Kreis F.A.I.R. gründete.

Im Rückblick auf seine Tätigkeit betonte Joachim Rapp die Unverzichtbarkeit von Netzwerken. Nur im Miteinander können wir Ziele erreichen. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Verzahnung von Schule, Ausbildung und Beruf und die Aufwertung des Meisterabschlusses in der öffentlichen Wahrnehmung, Stichwort Fachkräftemangel.

 Er berichtete unter anderem darüber, wie Ministerpräsident Lothar Späth dazu gebracht wurde, zur Eröffnung des Hauses des Handwerks in Waiblingen am 01.07.1986 die Festrede zu halten: Dessen Pilot auf einem Heimflug von Hannover, im Hauptberuf Handwerker aus dem Rems-Murr-Kreis und Obermeister der Elektro-Innung Waiblingen, hatte ihm andernfalls mit einem Looping gedroht.
Der Looping war nicht nötig, Lothar Späth hielt sein Wort, am 1. Juli 1986 beim Handwerk im Rems-Murr-Kreis zu sein und dessen neues Domizil seiner Bestimmung zu übergeben.

Nach dem Dank an sein Team in der Geschäftsstelle und an seine Frau gab Joachim Rapp seinem Nachfolger den Wunsch mit, in schwieriger See das Schiff des Handwerks auf Kurs zu halten. Welche Wertschätzung die Gäste Rapp entgegenbringen, zeigten sie ihm am Ende seiner Rede mit Standing Ovations.

Während der Ansprachen präsentierten sich Auszubildende verschiedener Handwerksberufe auf der Bühne in ihrer jeweiligen Arbeitskleidung.

Neben zahlreichen Geschenken wurde auf Wunsch von Rapp auch die Hospizstiftung mit mehreren Spenden bedacht, für die sich deren geschäftsführender Vorstand Heinz Franke bedankte.

Für die musikalische Umrahmung mit Jazz im Dixieland sorgten Peter Bühr and his Flat Food Stompers. 

 

 


     

   

(alle Bilder: Smiljka Pavlovic, Remshalden)   

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